Behandlung

Fehlgeburt vermeiden

Eine Fehlgeburt ist eine schmerzliche Erfahrung. Wir suchen nach der Ursache und helfen Ihnen, das Risiko zu verkleinern.

Eine tiefgreifende Erfahrung

Eine Fehlgeburt ist ein tiefgreifender Verlust – besonders, wenn sie sich wiederholt. Häufig wirken mehrere Faktoren zusammen, und die Ursache ist nicht immer sofort erkennbar. In der FertilityCare-Klinik gehen wir den individuellen Ursachen gezielt auf den Grund. Denn mit einer präzisen Diagnose und abgestimmten Prävention lässt sich das Risiko einer weiteren Fehlgeburt in vielen Fällen deutlich verringern.

„Nach fünf Fehlgeburten in den ersten Wochen und drei zwischen der 13. und 24. Woche hat es endlich geklappt – wir konnten unser Baby gesund zur Welt bringen.“

Wie kommt es zu einer Fehlgeburt?

Eine Fehlgeburt hat selten nur eine einzige Ursache. Meist wirken mehrere Faktoren zusammen – hormonelle, genetische oder eine Kombination daraus. Was entscheidend ist: je besser wir verstehen, was in Ihrem Körper geschieht, desto gezielter können wir behandeln und das Risiko reduzieren. Im Folgenden finden Sie die häufigsten Ursachen.

Ursachen von Fehlgeburten

Genetische afwijking vader
Gelbkörperschwäche
Ovulationsdefekt
Follikelreifungsstörung
Infektionen
Genetische afwijking moeder
Immunsystem
Blutgerinnung
Antiphospholipid-Syndrom

Gezielte Diagnostik für die passende Behandlung

Eine Fehlgeburt hinterlässt Fragen: Warum ist es passiert? Was kann beim nächsten Mal besser gemacht werden? Bei FertilityCare setzen wir genau dort an. Wir erstellen Ihr hormonelles Profil, analysieren Ihren Zyklus und suchen nach der zugrunde liegenden Ursache. Daraus entsteht ein Behandlungsplan, der individuell zu Ihnen passt. Schritt für Schritt begleiten wir Sie mit persönlicher Betreuung und medizinischer Expertise – vor Ort und auch aus der Ferne.

Feedback aus der Praxis

Persönliche Geschichten von Frauen, die wir begleiten durften.

Endlich eine ausgetragene Schwangerschaft

„Nach fünf Fehlgeburten in den ersten Wochen und drei weiteren zwischen der 13. und 24. Woche hatten wir fast den Mut verloren. Durch FertilityCare wurde schließlich ein Problem entdeckt, das zuvor übersehen worden war. Mit der richtigen Behandlung war unsere Schwangerschaft ohne Komplikationen – heute halten wir unseren gesunden Sohn in den Armen.“

Karen B.

Endlich ernst genommen

„In anderen Kliniken wurde ich oft mit einem Schulterzucken und Sätzen wie ‚Da haben Sie wohl einfach Pech‘ gehabt weggeschickt. Hier habe ich zum ersten Mal echte Antworten bekommen. Die zugrunde liegende Ursache der Fehlgeburten konnte erkannt und behandelt werden – und heute sind wir dankbare Eltern einer gesunden Tochter.“

Maaike P.

Häufig gestellte Fragen

Der Kurs beginnt mit einem unverbindlichen Kennenlerngespräch, in dem die Methode in Ruhe anhand einer PowerPoint-Präsentation erklärt wird. In diesem Gespräch wird die Vorgehensweise erläutert, Fragen beantwortet und gemeinsam geschaut, was die Methode für Sie persönlich bedeuten kann.

Im Anschluss folgt ein Kurs mit acht Einzelstunden, die entweder online oder vor Ort stattfinden können. In diesen Terminen lernen Sie Schritt für Schritt, Ihren Zyklus nach der FertilityCare-Methode zu beobachten, zu dokumentieren und zu interpretieren. Dabei steht die individuelle Begleitung im Vordergrund, sodass sich die Methode gut in Ihren Alltag integrieren lässt.

Im Verlauf des Kurses wird das Wissen zunehmend vertieft und an Ihre persönliche Situation angepasst, zum Beispiel bei Kinderwunsch, bei Zyklusbeschwerden, in der Stillzeit oder während der Perimenopause.

Der Kurs ist Teil eines ganzheitlichen medizinisch-diagnostischen Ansatzes. Er dient nicht nur dem besseren Verständnis des eigenen Zyklus, sondern bildet auch die Grundlage für eine weiterführende Begleitung, bei der medizinische Betreuung und persönliche Unterstützung eng aufeinander abgestimmt werden.

Für den Einstieg können Sie direkt Kontakt mit einer der FertilityCare-Beraterinnen aufnehmen, um ein Kennenlerngespräch zu vereinbaren und mehr über die Methode zu erfahren.

Weitere Informationen zur wissenschaftlichen Grundlage der FertilityCare-Methode und der restorativen Fertilitätsmedizin finden Sie auf dieser Seite in Form von vertiefenden Inhalten und ergänzenden Materialien.

Darüber hinaus können Sie sich beim internationalen akademischen Zentrum International Institute for Restorative Reproductive Medicine (IIRRM) informieren, wo Forschung, Ausbildung und klinische Praxis eng miteinander verbunden sind. Hier werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse gesammelt, ausgewertet und in der Praxis angewendet.

Natürliche reproduktive Technologie für Unfruchtbarkeit und wiederholte Fehlgeburten 2012

Natural procreative technology – a multifactorial approach to the chronic problem of infertility

Internationale NaProTechnologie-Evaluierung und Überwachung der Behandlung von Unfruchtbarkeit und Fehlgeburt (iNEST)

Ergebnisse aus der Behandlung von Unfruchtbarkeit mit Natural Procreative Technology in einer irischen Allgemeinpraxis

Exploration of the Effectiveness of NaProTechnology in Women’s Healthcare 2020

Exploration of the Effectiveness of NaProTechnology in Women’s Healthcare (2020)

Erfolgreiche Schwangerschaft mit reproduktiver Ellenbogenmedizin nach 16 Jahren Unfruchtbarkeit, drei wiederholten Fehlgeburten und acht erfolglosen Embryotransfers mit in vitro Befruchtung/Intrazytoplasmatische Spermieninjektion: Ein Fallbericht 2020

Über natürliche Fruchtbarkeit – Interview mit Dr. Susanne van der Velden (2022, niederländisch)

FertilityCare in Bildern

Außerdem steht Videomaterial zur Verfügung, in dem die Methode und der wissenschaftliche Hintergrund auf zugängliche Weise erläutert werden.

Restaurative Reproduktionsmedizin

Eine Fehlgeburt entsteht meist durch ein Zusammenspiel verschiedener medizinischer Faktoren, wobei die Ursache häufig ungeklärt bleibt. Entsprechend den Leitlinien der Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe spielen genetische Auffälligkeiten beim Kind eine wichtige Rolle. Diese entstehen in der Regel zufällig, insbesondere durch Fehler bei der Chromosomenverteilung während der Befruchtung, und sind meist nicht erblich.

Darüber hinaus spielt die Qualität des Menstruationszyklus eine wichtige Rolle – sowohl für das Entstehen als auch für den Erhalt einer Schwangerschaft. Ein gestörter Zyklus kann auf hormonelle Ungleichgewichte hinweisen, die das Risiko für eine Fehlgeburt erhöhen. Eine verminderte Eizellqualität kann beispielsweise zu Chromosomenfehlern bei der Befruchtung und zu Problemen bei der Einnistung führen. Eine unzureichende Ovulation kann mit einer verminderten Progesteronproduktion einhergehen – einem Hormon, das essenziell für den Aufbau und die Stabilisierung der Gebärmutterschleimhaut ist. Auch eine verkürzte Lutealphase (die Phase nach dem Eisprung) kann dazu führen, dass sich eine Schwangerschaft nicht optimal einnistet oder weiterentwickelt. Durch eine gezielte Zyklusbeobachtung und hormonelle Untersuchungen zu gezielten Zeitpunkten können solche Abweichungen erkannt und behandelt werden.

Neben hormonellen und zyklusbedingten Faktoren können auch strukturelle Veränderungen der Gebärmutter eine Rolle spielen. Dazu zählen angeborene Fehlbildungen, Myome oder Verwachsungen, die die Einnistung oder das Wachstum der Schwangerschaft beeinträchtigen können.

Auch immunologische Faktoren und Gerinnungsstörungen – wie das Antiphospholipid-Syndrom – sind bekannte Ursachen. Diese können die Durchblutung der Plazenta beeinträchtigen. Besonders bei wiederholten Fehlgeburten wird auch das Immunsystem näher untersucht, da es möglicherweise eine Rolle bei der Abstoßung der Schwangerschaft spielt.

Weitere Grunderkrankungen wie Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes oder das Polyzystische Ovarsyndrom (PCOS) können das Risiko ebenfalls erhöhen.

Daher wird nicht nur auf einzelne Symptome geschaut, sondern auf das Zusammenspiel von hormonellen, immunologischen und zyklusbezogenen Faktoren.

In der modernen Fertilitätsmedizin gewinnt außerdem das Mikrobiom des Fortpflanzungssystems zunehmend an Bedeutung. Dabei geht es um die bakterielle Zusammensetzung der Vagina und der Gebärmutterschleimhaut. Internationale Studien deuten darauf hin, dass ein gesundes mikrobielles Umfeld mit einer besseren Einnistung verbunden sein kann.

Nicht zuletzt spielt der Lebensstil eine entscheidende Rolle. Faktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum, Übergewicht, Schlafmangel und chronischer Stress können sich negativ auf die Fruchtbarkeit und den Schwangerschaftsverlauf auswirken. Ein gesunder Lebensstil – mit ausreichend Erholung, ausgewogener Ernährung und effektiver Stressregulation – unterstützt die hormonelle Balance und schafft optimale Bedingungen für eine gesunde Schwangerschaft.

Therapie vor der Schwangerschaft  

Eine Fehlgeburt lässt sich nicht immer verhindern, aber in vielen Fällen kann das Risiko durch eine gezielte, individuelle Herangehensweise reduziert werden. Die  DGGG (Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) empfiehlt bei wiederholten Fehlgeburten eine weiterführende Abklärung möglicher Ursachen, wie hormonelle, genetische, anatomische oder gerinnungsbedingte Faktoren.

Im Rahmen von FertilityCare steht die Optimierung der allgemeinen Gesundheit und der natürlichen Fruchtbarkeit vor der Empfängnis im Mittelpunkt. Der Menstruationszyklus dient dabei als zentrale Orientierung. Durch eine strukturierte und kontinuierliche Zyklusbeobachtung werden hormonelle Prozesse genau nachvollziehbar – dazu gehören die Follikelreifung, der Zeitpunkt und die Qualität des Eisprungs sowie die hormonelle Situation in der Lutealphase. So können mögliche Abweichungen, wie ein unzureichender Eisprung oder ein Progesteronmangel, frühzeitig erkannt werden.

Liegt eine gestörte oder ausbleibende Ovulation vor, kann eine Ovulationsinduktion in Betracht gezogen werden. Dabei wird der Eisprung medikamentös unterstützt, um eine regelmäßigere und funktionell bessere Ovulation zu erreichen. Ziel ist es, die Zyklusqualität zu verbessern und die Voraussetzungen für eine gesunde Empfängnis zu optimieren.

Neben hormonellen Faktoren wird auch das Mikrobiom des vaginalen und endometrialen Milieus berücksichtigt. Bestehen Hinweise auf eine immunologische Dysbalance – lokal oder systemisch – werden diese mit dem Ziel behandelt, die immunologischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Einnistung und Schwangerschaft zu verbessern.

Die Diagnostik erfolgt dabei umfassend und ganzheitlich. Neben den klassischen gynäkologisch-hormonellen Parametern werden – je nach individueller Situation – auch andere Hormonsysteme (z. B. Schilddrüse, Nebennieren), das Immunsystem, mögliche Autoimmunerkrankungen, Stoffwechselstörungen (z. B. Insulinresistenz) sowie das Darmmikrobiom einbezogen. Auch spezifische Faktoren der Einnistung, wie die Aktivität von natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) oder Gerinnungsfaktoren, können untersucht und bei Bedarf gezielt behandelt werden.

Auf Basis aller Befunde wird ein individueller Behandlungsplan erstellt. Dieser kann hormonelle Unterstützung, Ovulationsinduktion oder eine gezielte Optimierung der Lutealphase umfassen. Zusätzlich werden – falls erforderlich – begleitende Therapien zur Regulation des Immunsystems, des Stoffwechsels oder anderer zugrunde liegender Faktoren eingesetzt.

Ziel ist es, die biologischen und hormonellen Voraussetzungen für eine gesunde Empfängnis und Einnistung möglichst optimal zu gestalten und die Therapie individuell auf Ihre Situation abzustimmen.

Therapie während der Schwangerschaft

Nach einem positiven Schwangerschaftstest liegt der Schwerpunkt auf der Stabilisierung und Unterstützung der Schwangerschaft, insbesondere in der Phase der Einnistung und Plazentabildung.

Wissenschaftliche Daten und klinische Erfahrung zeigen, dass physiologische Spiegel von Östrogen und Progesteron mit einem günstigeren Schwangerschaftsverlauf assoziiert sind. Diese Referenzwerte dienen als Grundlage für die Entscheidung über eine mögliche hormonelle Unterstützung. Falls eine Therapie angezeigt ist, werden Dosierung und Dauer individuell angepasst und regelmäßig überprüft.

Darüber hinaus werden bereits vor der Schwangerschaft identifizierte Faktoren weiterhin berücksichtigt. Therapien, die zuvor begonnen wurden – beispielsweise bei Schilddrüsenerkrankungen, Gerinnungsstörungen oder immunologischen Ursachen – werden, wenn erforderlich, während der Schwangerschaft fortgeführt und an die aktuelle Situation angepasst.

Die Begleitung erfolgt parallel zur regulären fachärztlichen Betreuung gemäß den geltenden Mutterschaftsrichtlinien, sodass eine kontinuierliche, sichere und leitliniengerechte Versorgung während der Schwangerschaft gewährleistet ist – mit dem Ziel, den Schwangerschaftsverlauf zu stabilisieren und das Outcome bestmöglich zu verbessern.

Wir sind für Sie da

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