Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten Fragen zu unseren Behandlungen.
Viele Frauen spüren intuitiv, dass ihr Zyklus Einfluss darauf hat, wie sie sich fühlen, denken und handeln. Oft fehlt jedoch das Wissen, um diese Signale wirklich zu verstehen. FertilityCare ist eine wissenschaftlich fundierte Methode, die Ihnen hilft, Ihren Zyklus und Ihre Fruchtbarkeit von innen heraus kennenzulernen. Sie lernen, die biologischen Signale Ihres Körpers bewusst zu beobachten, Muster zu erkennen und herauszufinden, was für Sie persönlich normal ist. So gewinnen Sie Einblick in Ihre fruchtbaren Tage und können den Zeitpunkt einer Schwangerschaft bewusster planen.
„Warum hat mir das niemand früher erklärt?“ – diese Frage hören FertilityCare-Beraterinnen häufig. Viele Frauen erleben, dass ihr Zyklus ihr Wohlbefinden beeinflusst, verfügen jedoch nicht über das Wissen, diese Veränderungen systematisch einzuordnen.
FertilityCare bietet eine strukturierte und wissenschaftlich fundierte Möglichkeit, die physiologischen Abläufe Ihres Zyklus verständlich zu machen. Durch die genaue Beobachtung und Dokumentation von Biomarkern lernen Sie, Muster zu erkennen und Abweichungen wahrzunehmen. So wird es möglich, Ihren Zyklus nicht nur zu verfolgen, sondern auch gezielt zu analysieren.
Doch es geht um mehr als nur Fruchtbarkeit. FertilityCare unterstützt Sie dabei, mit mehr Vertrauen auf Ihren Körper zu schauen und fundierte Entscheidungen in Bezug auf Ihre Gesundheit, Ihren Zyklus und Ihre Familienplanung zu treffen. Sie lernen gewissermaßen, die „Sprache“ Ihres Körpers zu sprechen – und vor allem auch zu verstehen.
Gerade wenn Sie Beschwerden haben, wie einen unregelmäßigen oder schmerzhaften Zyklus, einen unerfüllten Kinderwunsch erleben oder unsicher sind, was Ihr Körper Ihnen mitteilen möchte, kann dieses Wissen eine wertvolle Unterstützung sein. Dieser systematische Ansatz ist besonders hilfreich bei Zyklusstörungen, Subfertilität oder unklaren körperlichen Signalen. Durch das gezielte Erfassen Ihres Zyklus entsteht ein objektiveres und medizinisch fundierteres Verständnis Ihrer hormonellen Gesundheit. Was sich zuvor unvorhersehbar anfühlte, wird Schritt für Schritt nachvollziehbar, erklärbar und besser einzuordnen.
Viele Frauen fragen sich: „Was sagt mein Menstruationszyklus über meine Gesundheit aus?“ oder „Wann sind meine Zyklusbeschwerden noch normal?“ Der Menstruationszyklus ist ein wichtiger Indikator für die hormonelle Balance und kann viele Hinweise auf Ihre allgemeine Gesundheit geben.
Zyklusbeschwerden treten häufig auf und können sich auf unterschiedliche Weise äußern. Dazu gehören Menstruationsschmerzen, starke oder lang anhaltende Blutungen, prämenstruelle Beschwerden wie Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit oder Niedergeschlagenheit, Migräne rund um die Menstruation, Müdigkeit, Schlafprobleme, ein aufgeblähtes Gefühl oder empfindliche Brüste. Diese Beschwerden können mild sein, aber auch so ausgeprägt, dass sie Ihr tägliches Leben beeinträchtigen.
Wenn Sie diese Beschwerden systematisch im Verlauf Ihres Zyklus erfassen, wird sichtbar, wann sie auftreten und wie sie mit hormonellen Schwankungen zusammenhängen. Dies hilft Ihnen, Muster zu erkennen und zu unterscheiden, welche Beschwerden noch im normalen Bereich liegen und welche möglicherweise auf ein hormonelles Ungleichgewicht oder andere zugrunde liegende Faktoren hinweisen.
Die FertilityCare-Begleitung konzentriert sich darauf, diese Zyklusmuster und Beschwerden sorgfältig zu interpretieren. So wird deutlich, wann eine Beobachtung ausreichend ist und wann es sinnvoll sein kann, weitere diagnostische Maßnahmen oder Behandlungen in Betracht zu ziehen. Auf diese Weise wird Ihr Zyklus zu einem wertvollen Instrument, um Ihre Gesundheit besser zu verstehen und gezielt zu unterstützen.
Ein Menstruationszyklus dauert im Durchschnitt 25 bis 35 Tage. Innerhalb dieser physiologischen Bandbreite sind Variationen häufig normal. Veränderungen in Regelmäßigkeit, Dauer oder Muster können jedoch klinisch relevant sein und verdienen Aufmerksamkeit und Beobachtung.
Indem Sie Ihren Zyklus und die damit verbundenen Symptome systematisch erfassen, gewinnen Sie Einblick in Ihr persönliches Zyklusmuster. Dies hilft Ihnen, normale Variationen besser von möglichen Abweichungen zu unterscheiden, wie Oligomenorrhoe, Polymenorrhoe oder einem dauerhaft unregelmäßigen Zyklusverlauf.
Der Menstruationszyklus besteht aus drei aufeinanderfolgenden Phasen, die durch ein fein abgestimmtes Zusammenspiel von Hormonen aus Gehirn und Eierstöcken (der HPO-Achse) reguliert werden. Diese hormonellen Schwankungen beeinflussen nicht nur die Funktion der Eierstöcke und der Gebärmutter, sondern wirken sich auf den gesamten Körper aus. Sie können unter anderem Ihr Energieniveau, die Temperaturregulation, Ihre Stimmung und körperliche Empfindungen beeinflussen.
Auf diese Weise stellt der Menstruationszyklus einen zusammenhängenden physiologischen Prozess dar, in dem verschiedene Körpersysteme durch hormonelle Regulation eng miteinander verbunden sind.
1. Follikelphase
Der Zyklus beginnt mit der Menstruation, bei der die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird. Östrogen und Progesteron sind niedrig, was mit einem geringeren Energieniveau einhergehen kann. Im Eierstock beginnt eine Eizelle in einem Follikel zu reifen. Dieser produziert Östrogene, wodurch sich der Körper auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereitet: Die Gebärmutterschleimhaut baut sich wieder auf und der Zervixschleim verändert sich. Der Östrogenspiegel steigt allmählich an, und viele Frauen erleben mehr Energie, geistige Klarheit und ein verbessertes allgemeines Wohlbefinden.
2. Ovulationsphase (Eisprung)
Durch einen LH-Anstieg wird die Eizelle freigesetzt. In dieser Phase kann die Frau über mehrere Tage hinweg einen typischen Ausfluss aus der Scheide beobachten: den Zervixschleim. Unter dem Einfluss von Östrogen wird dieser dünnflüssiger, klarer und elastischer. Dieser Schleim unterstützt die Spermien dabei, den Gebärmutterhals zu passieren, und kann sie zudem nähren und länger am Leben halten. Diese Veränderung ist meist gut erkennbar, da sich der Schleim deutlich von dem in anderen Zyklusphasen unterscheidet. Dies ist die fruchtbarste Zeit im Zyklus und geht häufig mit einem Gefühl gesteigerter Vitalität einher.
3. Lutealphase
Nach dem Eisprung wandelt sich der Follikel in den Gelbkörper (Corpus luteum) um, der Progesteron produziert. Dieses Hormon bereitet den Körper weiter auf eine mögliche Schwangerschaft vor, indem es die Gebärmutterschleimhaut stabilisiert und den Gebärmutterhals verschließt. Kommt es nicht zu einer Befruchtung, bildet sich der Gelbkörper zurück, die Hormonproduktion sinkt, und die Gebärmutterschleimhaut wird abgestoßen – ein neuer Zyklus beginnt.
Durch das Verstehen und genaue Beobachten der Körpersignale („Biomarker“) können relevante Abweichungen frühzeitig erkannt und bei Bedarf behandelt werden.
Viele Frauen erleben unterschiedliche Beschwerden, die mit ihrem Menstruationszyklus zusammenhängen. Diese können von Zwischenblutungen oder einem unregelmäßigen Blutungsmuster bis hin zu langen oder sehr kurzen Zyklen, starken Blutungen (Menorrhagie) oder auch sehr leichten Menstruation reichen. Auch schmerzhafte Menstruationen (Dysmenorrhoe) treten häufig auf, mit Unterbauchkrämpfen, Rückenschmerzen, Übelkeit oder Schmerzen, die in die Beine ausstrahlen.
Darüber hinaus treten häufig Beschwerden in der Lutealphase auf, also in den Tagen bis Wochen vor der Menstruation. Diese können sich in Reizbarkeit, Niedergeschlagenheit, Angstgefühlen, Stimmungsschwankungen, erhöhter Stressanfälligkeit, Müdigkeit, Schlafproblemen sowie kognitiven Einschränkungen wie Konzentrationsproblemen oder „Brain Fog“ äußern (PMS oder in schwererer Form PMDD). Auch Migräne, Kopfschmerzen, empfindliche Brüste, Wassereinlagerungen und ein aufgeblähter Bauch kommen im Rahmen des Zyklus häufig vor.
Wenn diese Beschwerden regelmäßig auftreten oder Ihre Lebensqualität beeinträchtigen, kann dies auf ein zugrunde liegendes hormonelles Ungleichgewicht oder andere gynäkologische Ursachen hinweisen, wie Endometriose, Adenomyose, PCOS oder Störungen des Eisprungs.
FertilityCare unterstützt Sie dabei, diese Beschwerden systematisch im Zusammenhang mit Ihrem Zyklus zu erfassen, sodass Muster sichtbar werden und besser eingeordnet werden können. Dies bildet die Grundlage für eine weiterführende klinische Beurteilung.
Abhängig von den Befunden stehen verschiedene medizinische Behandlungsoptionen zur Verfügung, die in einem schrittweisen, medizinisch fundierten Ansatz umgesetzt werden. Dabei werden die Beschwerden nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang mit dem Zyklus beurteilt und behandelt.
Viele Frauen mit Endometriose leiden unter Beschwerden wie starken Menstruationsschmerzen, Beckenschmerzen, Schmerzen während oder nach dem Geschlechtsverkehr sowie Symptomen wie Müdigkeit oder einem schweren, aufgeblähten Gefühl. Wenn diese Beschwerden mithilfe von FertilityCare systematisch im Verlauf Ihres Zyklus erfasst werden, wird sichtbar, in welchen Phasen sie auftreten und wie sie mit hormonellen Veränderungen zusammenhängen.
Diese Erkenntnisse können als Grundlage für eine weiterführende medizinische Betreuung dienen. Gemeinsam mit dem Arzt werden Ihre Zyklusdaten und Beschwerdemuster besprochen, um zu beurteilen, ob zusätzliche Untersuchungen notwendig sind – etwa, um Endometriose genauer zu diagnostizieren oder andere Ursachen auszuschließen.
So entsteht ein ganzheitlicher Ansatz, bei dem Ihre persönliche Erfahrung im Mittelpunkt steht. Ihre Beschwerden werden nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang mit Ihrem Zyklus, Ihren hormonellen Mustern und Ihrem gesamten Gesundheitszustand eingeordnet. Durch die Kombination aus systematischer Zyklusbeobachtung, medizinischer Diagnostik und individueller Therapieplanung ergibt sich ein umfassendes und differenziertes Bild.
Ein wichtiger Bestandteil ist die gezielte hormonelle Therapie, die – wenn notwendig – individuell auf Ihre Zyklusphase und hormonelle Situation abgestimmt wird. Ergänzend können immunologische Aspekte berücksichtigt werden, da Entzündungsprozesse und eine veränderte Immunreaktion bei Erkrankungen wie Endometriose eine zentrale Rolle spielen. Auch eine individuell angepasste Schmerztherapie ist Teil des Behandlungskonzepts, mit dem Ziel, akute Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.
Darüber hinaus wird die medizinische Behandlung sinnvoll ergänzt durch unterstützende Maßnahmen aus der Naturheilkunde. Dazu gehören eine angepasste Ernährung, die den Hormonhaushalt und entzündliche Prozesse positiv beeinflussen kann, sowie eine gezielte Versorgung mit Mikronährstoffen. Auch Lebensstilfaktoren wie Stressregulation, Schlafqualität und Bewegung werden berücksichtigt, da sie einen nachweisbaren Einfluss auf die hormonelle Balance und das Immunsystem haben.
Durch diese integrative Herangehensweise werden verschiedene Therapieansätze miteinander verbunden. Ziel ist es nicht nur, Symptome zu behandeln, sondern die zugrunde liegenden Prozesse besser zu verstehen und nachhaltig zu beeinflussen. So kann die Behandlung individuell angepasst und im Verlauf kontinuierlich weiterentwickelt werden.
Auch während der Perimenopause und nach den Wechseljahren kann die Zyklusbeobachtung relevante Informationen darüber liefern, was im Körper geschieht. Die Menstruation wird leichter und unregelmäßiger, Stimmungsschwankungen werden weniger vorhersehbar, und Beschwerden wie Müdigkeit, innere Unruhe, Schlaflosigkeit und Konzentrationsprobleme nehmen zu. Gewichtsschwankungen und Veränderungen der Körperform können sich zudem auf das Selbstbild auswirken. Dieses Wissen kann in einer Zeit vieler Veränderungen eine wichtige Orientierung bieten.
Durch die systematische Beobachtung dieser Veränderungen entsteht ein besseres Verständnis für den natürlichen Verlauf der hormonellen Umstellung. Dies hilft dabei, normale physiologische Veränderungen von Beschwerden zu unterscheiden, die möglicherweise eine weiterführende Diagnostik oder Behandlung erfordern.
Je nach Beschwerden steht heute eine breite Palette individuell angepasster Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Dabei werden nicht nur Art und Schwere der Symptome berücksichtigt, sondern auch die persönlichen Bedürfnisse in dieser Lebensphase, die Auswirkungen auf den Alltag, die medizinische Vorgeschichte sowie individuelle Risikofaktoren.
Bei Bedarf kann eine hormonelle Behandlung eingesetzt werden, häufig in Form von bioidentischen Hormonen wie Östradiol und Progesteron. Diese entsprechen den körpereigenen Hormonen und können helfen, typische Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen zu verbessern. Gemeinsam wird sorgfältig abgewogen, ob eine solche Therapie sinnvoll ist – unter Berücksichtigung von Vorerkrankungen, persönlichen Risiken und individuellen Bedürfnissen.
Wichtig ist dabei ein ganzheitlicher Blick auf den Körper: Nicht nur die weiblichen Geschlechtshormone spielen eine Rolle, sondern auch andere Hormonsysteme, etwa die Schilddrüse oder Stresshormone. Wenn nötig, werden diese mit untersucht, um ein vollständigeres Bild zu bekommen und die Behandlung gezielt anzupassen.
Auch bestehende Erkrankungen – wie Herz-Kreislauf-Probleme, Stoffwechselstörungen oder die Knochengesundheit – werden in die Therapie einbezogen. Die gesamte Behandlung erfolgt unter gynäkologisch-endokrinologischer Aufsicht, sodass Diagnostik und Therapie medizinisch fundiert und sicher durchgeführt werden.
Wenn eine hormonelle Therapie nicht infrage kommt oder nicht gewünscht ist, stehen nicht-hormonelle Alternativen zur Verfügung. Dazu gehören ausgewählte Medikamente, aber auch ergänzende Ansätze wie pflanzliche Präparate oder der gezielte Einsatz von Mikronährstoffe.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Ernährungsberatung und die Begleitung im Alltag eine zentrale Rolle: Unterstützung bei Schlafproblemen, Stressregulation, Bewegung und Ernährung kann einen großen Unterschied machen und das Wohlbefinden deutlich verbessern.
Alle Maßnahmen werden gemeinsam abgestimmt, sodass eine Therapie entsteht, die medizinisch fundiert ist und gleichzeitig zu den persönlichen Bedürfnissen und Lebensumständen passt.
FertilityCare ist eine einzigartige Methode zur Diagnostik und Behandlung des prämenstruellen Syndroms (PMS), der prämenstruellen dysphorischen Störung (PMDS) sowie zyklusabhängiger Stimmungsschwankungen. Viele Frauen erleben, dass Beschwerden wie Reizbarkeit, Niedergeschlagenheit, Angst, Müdigkeit oder körperliche Symptome regelmäßig – oft monatlich – wiederkehren, ohne den genauen Zusammenhang mit dem Zyklus zu kennen.
Durch die genaue Beobachtung des Menstruationszyklus und der hormonellen Veränderungen in den einzelnen Phasen wird verständlich, warum Beschwerden häufig in der zweiten Zyklushälfte auftreten. Gleichzeitig hilft diese Beobachtung, wiederkehrende Muster zu erkennen, etwa wenn Stimmungsschwankungen, Weinen oder mentale Erschöpfung regelmäßig in bestimmten Zyklusphasen auftreten.
Im Rahmen von FertilityCare wird der Zyklus nicht nur dokumentiert, sondern auch systematisch ausgewertet. Durch die strukturierte Beobachtung und die Begleitung lernen Sie, die Signale Ihres Körpers besser zu verstehen und einzuordnen. Dies führt häufig zu einer wichtigen Entlastung: Die Beschwerden sind nicht „eingebildet“, sondern haben oft eine klare hormonelle und körperliche Grundlage.
Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage für eine gezielte Diagnostik. Je nach Beschwerdebild kann eine ergänzende Labordiagnostik erfolgen, beispielsweise mit Bestimmung von Zyklushormonen wie Östradiol und Progesteron sowie weiteren Parametern wie Schilddrüsenwerten, Prolaktin, Cortisol oder metabolischen Markern. So können hormonelle und andere körperliche Ursachen differenziert erfasst werden.
Auf Basis dieser Befunde wird ein individueller Therapieplan erstellt. Bei entsprechender Indikation können medikamentöse Behandlungen eingesetzt werden, einschließlich bioidentischer Hormone, beispielsweise Progesteron in der Lutealphase bei nachgewiesenem Mangel. Wenn hormonelle Faktoren nicht im Vordergrund stehen, werden auch andere Ursachen berücksichtigt, wie Störungen der Stressregulation (HPA-Achse), Schlafprobleme oder metabolische Dysbalancen, die gezielt mitbehandelt werden.
Ergänzend spielen Ernährungsmedizin, gezielte Mikronährstofftherapie sowie Maßnahmen zur Stressregulation, Bewegung und Schlafoptimierung eine wichtige Rolle, da sie nachweislich Einfluss auf PMS und PMDS haben können.
Die Betreuung erfolgt strukturiert und individuell im Rahmen einer gynäkologisch-endokrinologischen Begleitung. Diagnostik und Therapie werden eng aufeinander abgestimmt und regelmäßig überprüft.
Ziel ist eine nachhaltige Verbesserung der Beschwerden und die Wiederherstellung des emotionalen Gleichgewichts – auf Grundlage eines besseren Verständnisses des eigenen Körpers und durch einen ganzheitliche und medizinisch fundierte Therapie.
Der Kurs beginnt mit einem unverbindlichen Kennenlerngespräch, in dem die Methode in Ruhe anhand einer PowerPoint-Präsentation erklärt wird. In diesem Gespräch wird die Vorgehensweise erläutert, Fragen beantwortet und gemeinsam geschaut, was die Methode für Sie persönlich bedeuten kann.
Im Anschluss folgt ein Kurs mit acht Einzelstunden, die entweder online oder vor Ort stattfinden können. In diesen Terminen lernen Sie Schritt für Schritt, Ihren Zyklus nach der FertilityCare-Methode zu beobachten, zu dokumentieren und zu interpretieren. Dabei steht die individuelle Begleitung im Vordergrund, sodass sich die Methode gut in Ihren Alltag integrieren lässt.
Im Verlauf des Kurses wird das Wissen zunehmend vertieft und an Ihre persönliche Situation angepasst, zum Beispiel bei Kinderwunsch, bei Zyklusbeschwerden, in der Stillzeit oder während der Perimenopause.
Der Kurs ist Teil eines ganzheitlichen medizinisch-diagnostischen Ansatzes. Er dient nicht nur dem besseren Verständnis des eigenen Zyklus, sondern bildet auch die Grundlage für eine weiterführende Begleitung, bei der medizinische Betreuung und persönliche Unterstützung eng aufeinander abgestimmt werden.
Für den Einstieg können Sie direkt Kontakt mit einer der FertilityCare-Beraterinnen aufnehmen, um ein Kennenlerngespräch zu vereinbaren und mehr über die Methode zu erfahren.
Weitere Informationen zur wissenschaftlichen Grundlage der FertilityCare-Methode und der restorativen Fertilitätsmedizin finden Sie auf dieser Seite in Form von vertiefenden Inhalten und ergänzenden Materialien.
Darüber hinaus können Sie sich beim internationalen akademischen Zentrum International Institute for Restorative Reproductive Medicine (IIRRM) informieren, wo Forschung, Ausbildung und klinische Praxis eng miteinander verbunden sind. Hier werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse gesammelt, ausgewertet und in der Praxis angewendet.
Natürliche reproduktive Technologie für Unfruchtbarkeit und wiederholte Fehlgeburten 2012
Natural procreative technology – a multifactorial approach to the chronic problem of infertility
Exploration of the Effectiveness of NaProTechnology in Women’s Healthcare 2020
Exploration of the Effectiveness of NaProTechnology in Women’s Healthcare (2020)
Über natürliche Fruchtbarkeit – Interview mit Dr. Susanne van der Velden (2022, niederländisch)
Außerdem steht Videomaterial zur Verfügung, in dem die Methode und der wissenschaftliche Hintergrund auf zugängliche Weise erläutert werden.
Für ein vollständiges Jahr der Diagnostik und Behandlung von Unfruchtbarkeit in der FertilityCare-Klinik sollten Sie mit einem Kostenaufwand von etwa 4.000–6.000 € rechnen. Dieser Betrag umfasst die Konsultationen, Untersuchungen und Medikamente für das gesamte Jahr. Die genauen Kosten können je nach Intensität der Behandlung und individuellen Bedürfnissen variieren.
Für ein vollständiges Jahr der Diagnostik und Behandlung von Menstruationsstörungen in der FertilityCare-Klinik sollten Sie mit einem Kostenaufwand von etwa 600–1.200 € rechnen. Dieser Betrag umfasst die Konsultationen, Untersuchungen und Medikamente für das gesamte Jahr. Die genauen Kosten können je nach Intensität der Behandlung und individuellen Bedürfnissen variieren.
Bitte beachten Sie, dass es sich bei allen Leistungen um private medizinische Leistungen handelt, die in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Wir empfehlen daher, sich vor Beginn der Behandlung über eine ambulante private Zusatzversicherung zu informieren.
Erwägen Sie eine Kinderwunschbehandlung in der FertilityCare-Klinik? Es ist verständlich, dass hierbei Fragen entstehen. Wie bei jeder medizinischen Behandlung gibt es auch bei dieser Therapie wichtige Aspekte und Voraussetzungen, die für eine erfolgreiche Durchführung berücksichtigt werden sollten.
Dazu gehört insbesondere die sorgfältige Abklärung, ob die Behandlung für Sie geeignet ist und ob mögliche Faktoren vorliegen, die gegen eine Durchführung sprechen könnten.
Um Sie in diesem Entscheidungsprozess zu unterstützen, haben wir die wichtigsten Informationen übersichtlich für Sie zusammengestellt. So können Sie in Ruhe prüfen, ob diese Therapie zu Ihrer persönlichen Situation und Ihren Erwartungen passt.
Hier finden Sie die Voraussetzungen.
Die Terminvereinbarung für Ihr erstes Beratungsgespräch erfolgt einfach und unkompliziert online. Mit einer guten Vorbereitung stellen Sie sicher, dass der Termin effizient genutzt werden kann und eine fundierte medizinische Einschätzung möglich ist.
Schritt 1 — Termin über das Patientenportal buchen
Ihren ersten Termin können Sie bequem selbst über das Online-Patientenportal buchen. Dort wählen Sie flexibel einen Termin, der zu Ihrem Zeitplan passt. Erklärung registrierung.
Die Erstkonsultationen finden in der Regel vor Ort in Kleve statt. In Ausnahmefällen – insbesondere bei längerer Anreise – kann das Erstgespräch auch online durchgeführt werden. Wenn Sie einen Online-Termin wünschen, buchen Sie bitte regulär einen Ersttermin und vermerken Sie im Buchungsprozess, dass die Konsultation online stattfinden soll. Sie erhalten anschließend einen Zugangslink per E-Mail. Dieser Termin dauert 45-60 Minuten und wird als ärztliche Konsultation vom Krankenhaus berechnet.
Haben Sie vorher Fragen?
Dann können Sie über den Kontaktbutton ein kurzes Telefonat mit der Ärztin anfragen. Sie erhalten dann einen Termin und die Telefonnummer der Klinik. Dieses Gespräch wird nicht in Rechnung gestellt.
Schritt 2 — Aufnahmeformulare und Unterlagen vorbereiten
Vor Ihrem Termin erhalten Sie per E-Mail ausführliche Intake- bzw. Anamnesebögen sowie die Honorarvereinbarung. Bitte füllen Sie alles Dokumente sorgfältig und vollständig aus und bringen diese mit zum Termin.
Bei einem Online-Termin ist es wichtig, dass Sie die ausgefüllten Formulare sowie alle relevanten medizinischen Unterlagen vorab per E-Mail einreichen.
Zu den wichtigen Unterlagen gehören beispielsweise:
• Vorbefunde aus der Fertilitätsdiagnostik
• Hormonlaborwerte
• Ultraschallbefunde
• Arztberichte oder Entlassungsbriefe früherer Behandlungen
• Informationen zu bisherigen Therapien oder Medikamenten
Bei Fragen steht Ihnen Frau Krüling im Sekretariat gerne zur Verfügung.Sie können sich jederzeit per E-Mail an das Sekretariat wenden: [email protected]
Diagnostik auch wohnortnah
Für Patientinnen, die eine längere Anreise haben, hat die FertilityCare-Klinik ein spezielles Behandlungskonzept entwickelt. Ziel ist es, unnötige Reisen zu vermeiden, ohne dabei Kompromisse bei der medizinischen Qualität einzugehen. Der Ablauf wird individuell auf Ihren Wohnort und Ihre persönliche Situation abgestimmt und hilft, Reise- und Aufenthaltsaufwand möglichst gering zu halten.
Wie ist der Ablauf strukturiert?
In der Regel umfasst das Behandlungskonzept etwa vier Konsultationen pro Jahr: zwei Termine vor Ort in der Klinik und zwei Online-Konsultationen. Jede Konsultation dauert ca. 45 Minuten und ist Teil der diagnostischen Abklärung sowie der Erstellung oder Anpassung Ihres individuellen Behandlungsplans.
Vor-Ort-Termine in der Klinik
Während der Termine in der Klinik erfolgt eine gynäkologische Untersuchung sowie eine Ultraschalluntersuchung. Dabei wird gezielt und regelmäßig auf mögliche Auffälligkeiten geachtet, wie z. B. Myome, Zysten oder Hinweise auf Endometriose.
Eventuell festgestellte, klinisch relevante Veränderungen werden sorgfältig bewertet und direkt in die weitere Therapieplanung einbezogen, sodass die Behandlung kontinuierlich an Ihre individuelle Situation angepasst werden kann.
Zudem wird der Verlauf laufender Behandlungen überprüft. Je nach individueller Situation können ergänzende Untersuchungen durchgeführt werden, wie z. B.:• Hormonanalysen• Ultraschalluntersuchungen (z. B. zur Beurteilung von Zyklusverlauf und Eisprung)• weitere spezialistische Abklärungen bei Bedarf
Online-Konsultationen
Die Online-Termine dienen der Besprechung von Befunden, der Verlaufskontrolle sowie der Evaluation der Therapie. Anpassungen des Behandlungsplans können direkt vorgenommen werden, ohne dass ein erneuter Besuch in der Klinik erforderlich ist.
Dies ermöglicht eine kontinuierliche Betreuung bei gleichzeitig hoher Flexibilität im Alltag.
So verbinden wir die Expertise einer spezialisierten Klinik mit einer Betreuung, die sich an Ihrem Leben, Ihrem Wohnort und Ihrer persönlichen Planung orientiert.
Immer mehr Frauen suchen nach einer Behandlung, die über das isolierte Betrachten einzelner Symptome hinausgeht. Fragen wie „Gibt es eine Therapie, die meinen natürlichen Zyklus berücksichtigt?“ stehen dabei häufig im Vordergrund. FertilityCare bietet hier einen zyklusorientierten Ansatz, bei dem Diagnostik, Behandlung und Begleitung konsequent auf Ihren hormonellen Rhythmus und Ihre Lebensphase abgestimmt werden.
Hormonelle Beschwerden treten selten isoliert auf – sie beeinflussen Energie, Stimmung, Konzentration und das tägliche Wohlbefinden. Deshalb basiert die Betreuung bei FertilityCare auf einem integrativen Konzept, in dem Gynäkologe und FertilityCare-Beraterin eng zusammenarbeiten. Im Fokus stehen nicht nur einzelne Symptome, sondern der gesamte Zyklus, Ihre Belastbarkeit und Ihre persönliche Lebenssituation.
Die medizinische Abklärung erfolgt strukturiert und individuell:Durch eine ausführliche Anamnese, Labordiagnostik, Zyklusanalyse und Ultraschalluntersuchungen wird die hormonelle Situation genau erfasst. So lässt sich erkennen, an welcher Stelle im Zyklus mögliche Dysbalancen entstehen und welche Therapie sinnvoll ist.
Darauf aufbauend wird die Behandlung gezielt zyklusorientiert geplant. Das bedeutet, dass medikamentöse Maßnahmen und hormonelle Therapien – einschließlich bioidentischer Hormone – an die jeweilige Zyklusphase, den Zeitpunkt der Beschwerden und Ihre individuelle hormonelle Balance angepasst werden. Jede Therapie ist dabei maßgeschneidert.
Parallel zur medizinischen Behandlung erfolgt eine alltagsnahe Begleitung durch die FertilityCare-Beraterin. Sie lernen, Ihren Zyklus zu beobachten, Muster zu erkennen und sensibel mit körperlichen und emotionalen Veränderungen umzugehen. Dies schafft Verständnis, Sicherheit und stärkt das Vertrauen in den eigenen Körper.
Ein FertilityCare-Behandlungsprozess ist dynamisch: Verändert sich Ihr Zyklus, wird auch die Therapie entsprechend angepasst. Ziel ist nicht nur die Linderung von Beschwerden, sondern die nachhaltige Wiederherstellung hormoneller Balance und die Förderung des eigenen Körperbewusstseins.
Je nach individueller Situation kann die Therapie verschiedene Bausteine umfassen. Dazu gehören hormonelle Behandlungen (z. B. mit bioidentischen Hormonen), medikamentöse Therapien bei zugrunde liegenden Erkrankungen wie PCOS, Endometriose oder Schilddrüsenstörungen sowie ergänzende Ansätze.
Auch ernährungsmedizinische Beratung, Mikronährstofftherapie sowie ausgewählte naturheilkundliche Verfahren können sinnvoll integriert werden, um die hormonelle Regulation und das allgemeine Wohlbefinden zu unterstützen. Ergänzend spielen Lebensstilfaktoren wie Schlaf, Bewegung und Stressregulation eine zentrale Rolle.
So entsteht ein ganzheitlicher Behandlungsansatz, bei dem medizinische Therapie nicht isoliert erfolgt, sondern in ein zusammenhängendes, zyklusorientiertes Gesamtkonzept eingebettet ist – mit dem Ziel, Körper, Hormone und Alltag wieder in Einklang zu bringen.
Eine Fehlgeburt entsteht meist durch ein Zusammenspiel verschiedener medizinischer Faktoren, wobei die Ursache häufig ungeklärt bleibt. Entsprechend den Leitlinien der Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe spielen genetische Auffälligkeiten beim Kind eine wichtige Rolle. Diese entstehen in der Regel zufällig, insbesondere durch Fehler bei der Chromosomenverteilung während der Befruchtung, und sind meist nicht erblich.
Darüber hinaus spielt die Qualität des Menstruationszyklus eine wichtige Rolle – sowohl für das Entstehen als auch für den Erhalt einer Schwangerschaft. Ein gestörter Zyklus kann auf hormonelle Ungleichgewichte hinweisen, die das Risiko für eine Fehlgeburt erhöhen. Eine verminderte Eizellqualität kann beispielsweise zu Chromosomenfehlern bei der Befruchtung und zu Problemen bei der Einnistung führen. Eine unzureichende Ovulation kann mit einer verminderten Progesteronproduktion einhergehen – einem Hormon, das essenziell für den Aufbau und die Stabilisierung der Gebärmutterschleimhaut ist. Auch eine verkürzte Lutealphase (die Phase nach dem Eisprung) kann dazu führen, dass sich eine Schwangerschaft nicht optimal einnistet oder weiterentwickelt. Durch eine gezielte Zyklusbeobachtung und hormonelle Untersuchungen zu gezielten Zeitpunkten können solche Abweichungen erkannt und behandelt werden.
Neben hormonellen und zyklusbedingten Faktoren können auch strukturelle Veränderungen der Gebärmutter eine Rolle spielen. Dazu zählen angeborene Fehlbildungen, Myome oder Verwachsungen, die die Einnistung oder das Wachstum der Schwangerschaft beeinträchtigen können.
Auch immunologische Faktoren und Gerinnungsstörungen – wie das Antiphospholipid-Syndrom – sind bekannte Ursachen. Diese können die Durchblutung der Plazenta beeinträchtigen. Besonders bei wiederholten Fehlgeburten wird auch das Immunsystem näher untersucht, da es möglicherweise eine Rolle bei der Abstoßung der Schwangerschaft spielt.
Weitere Grunderkrankungen wie Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes oder das Polyzystische Ovarsyndrom (PCOS) können das Risiko ebenfalls erhöhen.
Daher wird nicht nur auf einzelne Symptome geschaut, sondern auf das Zusammenspiel von hormonellen, immunologischen und zyklusbezogenen Faktoren.
In der modernen Fertilitätsmedizin gewinnt außerdem das Mikrobiom des Fortpflanzungssystems zunehmend an Bedeutung. Dabei geht es um die bakterielle Zusammensetzung der Vagina und der Gebärmutterschleimhaut. Internationale Studien deuten darauf hin, dass ein gesundes mikrobielles Umfeld mit einer besseren Einnistung verbunden sein kann.
Nicht zuletzt spielt der Lebensstil eine entscheidende Rolle. Faktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum, Übergewicht, Schlafmangel und chronischer Stress können sich negativ auf die Fruchtbarkeit und den Schwangerschaftsverlauf auswirken. Ein gesunder Lebensstil – mit ausreichend Erholung, ausgewogener Ernährung und effektiver Stressregulation – unterstützt die hormonelle Balance und schafft optimale Bedingungen für eine gesunde Schwangerschaft.
Therapie vor der Schwangerschaft
Eine Fehlgeburt lässt sich nicht immer verhindern, aber in vielen Fällen kann das Risiko durch eine gezielte, individuelle Herangehensweise reduziert werden. Die DGGG (Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) empfiehlt bei wiederholten Fehlgeburten eine weiterführende Abklärung möglicher Ursachen, wie hormonelle, genetische, anatomische oder gerinnungsbedingte Faktoren.
Im Rahmen von FertilityCare steht die Optimierung der allgemeinen Gesundheit und der natürlichen Fruchtbarkeit vor der Empfängnis im Mittelpunkt. Der Menstruationszyklus dient dabei als zentrale Orientierung. Durch eine strukturierte und kontinuierliche Zyklusbeobachtung werden hormonelle Prozesse genau nachvollziehbar – dazu gehören die Follikelreifung, der Zeitpunkt und die Qualität des Eisprungs sowie die hormonelle Situation in der Lutealphase. So können mögliche Abweichungen, wie ein unzureichender Eisprung oder ein Progesteronmangel, frühzeitig erkannt werden.
Liegt eine gestörte oder ausbleibende Ovulation vor, kann eine Ovulationsinduktion in Betracht gezogen werden. Dabei wird der Eisprung medikamentös unterstützt, um eine regelmäßigere und funktionell bessere Ovulation zu erreichen. Ziel ist es, die Zyklusqualität zu verbessern und die Voraussetzungen für eine gesunde Empfängnis zu optimieren.
Neben hormonellen Faktoren wird auch das Mikrobiom des vaginalen und endometrialen Milieus berücksichtigt. Bestehen Hinweise auf eine immunologische Dysbalance – lokal oder systemisch – werden diese mit dem Ziel behandelt, die immunologischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Einnistung und Schwangerschaft zu verbessern.
Die Diagnostik erfolgt dabei umfassend und ganzheitlich. Neben den klassischen gynäkologisch-hormonellen Parametern werden – je nach individueller Situation – auch andere Hormonsysteme (z. B. Schilddrüse, Nebennieren), das Immunsystem, mögliche Autoimmunerkrankungen, Stoffwechselstörungen (z. B. Insulinresistenz) sowie das Darmmikrobiom einbezogen. Auch spezifische Faktoren der Einnistung, wie die Aktivität von natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) oder Gerinnungsfaktoren, können untersucht und bei Bedarf gezielt behandelt werden.
Auf Basis aller Befunde wird ein individueller Behandlungsplan erstellt. Dieser kann hormonelle Unterstützung, Ovulationsinduktion oder eine gezielte Optimierung der Lutealphase umfassen. Zusätzlich werden – falls erforderlich – begleitende Therapien zur Regulation des Immunsystems, des Stoffwechsels oder anderer zugrunde liegender Faktoren eingesetzt.
Ziel ist es, die biologischen und hormonellen Voraussetzungen für eine gesunde Empfängnis und Einnistung möglichst optimal zu gestalten und die Therapie individuell auf Ihre Situation abzustimmen.
Therapie während der Schwangerschaft
Nach einem positiven Schwangerschaftstest liegt der Schwerpunkt auf der Stabilisierung und Unterstützung der Schwangerschaft, insbesondere in der Phase der Einnistung und Plazentabildung.
Wissenschaftliche Daten und klinische Erfahrung zeigen, dass physiologische Spiegel von Östrogen und Progesteron mit einem günstigeren Schwangerschaftsverlauf assoziiert sind. Diese Referenzwerte dienen als Grundlage für die Entscheidung über eine mögliche hormonelle Unterstützung. Falls eine Therapie angezeigt ist, werden Dosierung und Dauer individuell angepasst und regelmäßig überprüft.
Darüber hinaus werden bereits vor der Schwangerschaft identifizierte Faktoren weiterhin berücksichtigt. Therapien, die zuvor begonnen wurden – beispielsweise bei Schilddrüsenerkrankungen, Gerinnungsstörungen oder immunologischen Ursachen – werden, wenn erforderlich, während der Schwangerschaft fortgeführt und an die aktuelle Situation angepasst.
Die Begleitung erfolgt parallel zur regulären fachärztlichen Betreuung gemäß den geltenden Mutterschaftsrichtlinien, sodass eine kontinuierliche, sichere und leitliniengerechte Versorgung während der Schwangerschaft gewährleistet ist – mit dem Ziel, den Schwangerschaftsverlauf zu stabilisieren und das Outcome bestmöglich zu verbessern.
Ovulationsinduktion
Die Behandlung im Rahmen der Ovulationsinduktion richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache sowie der individuellen medizinischen Situation. Zu den häufig eingesetzten Therapieoptionen gehören:
Letrozol
Letrozol wird häufig bei Frauen mit Polyzystisches Ovarialsyndrom eingesetzt. Es hemmt die Östrogenproduktion, was zu einer erhöhten FSH-Ausschüttung führt und so den Eisprung fördern kann.
Gonadotropine (Injektionen)
Wenn Clomifencitrat nicht ausreichend wirksam ist, können Gonadotropine (FSH und/oder LH) in Form von Injektionen eingesetzt werden. Diese wirken direkt auf die Eierstöcke und fördern die Follikelreifung. Sie kommen insbesondere bei komplexeren Situationen zum Einsatz, z. B. bei eingeschränkter ovarieller Reserve.
Clomifen
Dieses orale Medikament wird häufig als erster Therapieschritt eingesetzt. Es stimuliert den Hypothalamus zur vermehrten Ausschüttung von FSH und LH, wodurch die Reifung von Follikeln in den Eierstöcken angeregt und die Wahrscheinlichkeit eines Eisprungs erhöht wird.
Metformin
Bei Patientinnen mit Polyzystisches Ovarialsyndrom kann Metformin eingesetzt werden, um die Insulinsensitivität zu verbessern. Dies kann sich positiv auf den Hormonhaushalt auswirken und die Wahrscheinlichkeit eines Eisprungs erhöhen.
Auslösung des Eisprungs mit hCG
Zur gezielten Auslösung des Eisprungs kann humanes Choriongonadotropin (hCG) eingesetzt werden. Dieses Hormon wirkt ähnlich wie LH und wird zu einem definierten Zeitpunkt gegeben, um den Eisprung planbar auszulösen und optimal auf den Zyklus abzustimmen.
Lutealphasenunterstützung (Progesteron und ggf. Östrogen, hCG)
Zur Stabilisierung der zweiten Zyklushälfte kann eine gezielte Gabe von Progesteron erfolgen, insbesondere bei nachgewiesenem Mangel oder verkürzter Lutealphase. In bestimmten Fällen kann zusätzlich Östrogen eingesetzt werden, um die Gebärmutterschleimhaut zu unterstützen. Auch eine unterstützende Gabe von hCGkann in ausgewählten Fällen zur Förderung der Gelbkörperfunktion beitragen.
Die Auswahl der Therapie erfolgt stets individuell und basiert auf einer sorgfältigen Diagnostik sowie der persönlichen Situation der Patientin. Ziel ist es, eine möglichst physiologische Ovulation zu erreichen und die Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft zu verbessern.
Nach dem ersten Termin wird eine ergänzende Basisdiagnostik eingeleitet. Diese umfasst in der Regel Blutuntersuchungen zur Analyse des hormonellen Profils, einschließlich FSH, LH, Estradiol, Progesteron und AMH, um die Funktion der Eierstöcke und die hormonelle Balance zu beurteilen. Zusätzlich erfolgt eine Ultraschalluntersuchung, meist als transvaginale Sonografie, zur Beurteilung der Eierstöcke, der Gebärmutterschleimhaut und der Follikelentwicklung sowie zum Ausschluss möglicher Auffälligkeiten wie Zysten.
Je nach individueller Fragestellung können darüber hinaus weiterführende spezialisierte Untersuchungen sinnvoll sein. Dazu gehören beispielsweise die Abklärung des Immunstatus, die Untersuchung auf eine mögliche Insulinresistenz, die Bestimmung von Nährstoffmängeln sowie Analysen des Mikrobioms, etwa im vaginalen oder intestinalen Bereich. Auch allergologische Fragestellungen können bei Bedarf berücksichtigt werden.
Die Untersuchungen können vollständig in Kleve durchgeführt werden. Wenn Sie Ihre Anreise reduzieren möchten, besteht auch die Möglichkeit, manche diese wohnortnah bei Ihrem Hausarzt, in einem Labor oder in einer spezialisierten Praxis durchführen zu lassen. Sie erhalten hierfür genaue Anweisungen, damit die Diagnostik korrekt und zum richtigen Zeitpunkt erfolgt.
Die Ergebnisse werden im Rahmen eines Folgetermins ausführlich besprochen. Auf dieser Grundlage wird der Behandlungsplan bei Bedarf angepasst und individuell weiterentwickelt.
Wenn eine Schwangerschaft ausbleibt, bringt das oft nicht nur praktische Fragen mit sich, sondern auch eine emotionale Belastung. Gedanken wie „Lässt mich mein Körper im Stich?“ oder „Mache ich etwas falsch?“ sind häufig. Zweifel, Anspannung und Unsicherheit können zunehmen, besonders wenn die Ursache unklar ist. Gerade in dieser Phase kann FertilityCare eine wertvolle, medizinisch fundierte und zugleich persönliche Unterstützung bieten. Im Mittelpunkt steht dabei das Verständnis des eigenen Zyklus – nicht als abstraktes Konzept, sondern als biologischer Prozess, der durch die Signale des eigenen Körpers sichtbar und nachvollziehbar wird.
Im Rahmen von FertilityCare lernen Sie, Ihren Zyklus durch tägliche Beobachtungen zu verstehen. Dazu gehören unter anderem die Beobachtung des Zervixschleims, die Zyklusdauer sowie weitere körperliche Hinweise. Diese Informationen werden systematisch dokumentiert und ermöglichen ein detailliertes Bild der hormonellen Veränderungen im Verlauf des Zyklus. Die Qualität und Veränderung des Zervixschleims spiegeln beispielsweise die Östrogenaktivität wider und helfen, die fruchtbare Phase zu erkennen. Nach dem Eisprung führt Progesteron zu einer Veränderung im Zyklusmuster, wodurch der Übergang in die nicht-fruchtbare Phase sichtbar wird.
Durch diese Beobachtungen entsteht ein klares Verständnis der verschiedenen Zyklusphasen. Dies ermöglicht es, die fruchtbaren Tage präzise zu bestimmen und die Chancen auf eine Schwangerschaft zu verbessern. Gleichzeitig gewinnen Sie ein tieferes Verständnis für die Funktionsweise Ihres Körpers, was häufig zu mehr Sicherheit und Vertrauen führt.
Ein besonderer Vorteil von FertilityCare ist, dass dieses Wissen nicht isoliert bleibt, sondern die Grundlage für eine gezielte medizinische Diagnostik und Behandlung bildet. Durch die genaue Analyse des Zyklus können mögliche Auffälligkeiten früher und differenzierter erkannt werden, wie zum Beispiel eine verzögerte oder ausbleibende Ovulation, eine verkürzte Lutealphase oder Hinweise auf hormonelle Ungleichgewichte. Dadurch lassen sich Untersuchungen optimal timen und Therapien – falls erforderlich – individuell auf Ihren Zyklus abstimmen.
Darüber hinaus werden auch Faktoren berücksichtigt, die die Fruchtbarkeit beeinflussen können, wie Lebensstil, Ernährung, Stress, Schlaf und die allgemeine Gesundheit. Diese Aspekte spielen eine wichtige Rolle für das hormonelle Gleichgewicht. Bereits kleine Veränderungen können sich positiv auf den Zyklus und das allgemeine Wohlbefinden auswirken.
Die Stärke dieses Ansatzes liegt in der Verbindung von medizinischer Expertise und persönlicher Begleitung. Sie lernen nicht nur, was in Ihrem Körper geschieht, sondern auch wann und warum. Dadurch können Sie gemeinsam mit den behandelnden Fachpersonen fundierte Entscheidungen treffen und den Weg zum Wunschkind mit mehr Vertrauen und Klarheit gehen.
Das erste Beratungsgespräch findet in Kleve statt und bildet die Grundlage für die weitere Diagnostik und Therapieplanung. Ziel ist es, ein möglichst umfassendes Bild Ihrer individuellen Situation zu erhalten. Dabei werden beide Partner in die Anamnese und Beratung einbezogen, da die Fruchtbarkeit immer beide betrifft.
Zu Beginn erfolgt eine ausführliche Anamnese, bei der Ihre gesamte medizinische Vorgeschichte detailliert besprochen wird. Dazu gehören Ihr Zyklusverlauf, frühere Schwangerschaften oder Fehlgeburten, bereits durchgeführte Behandlungen sowie bestehende Erkrankungen und familiäre Faktoren. Auch Lebensstil, Stressbelastung und bereits vorliegende Befunde werden berücksichtigt, um ein ganzheitliches Verständnis Ihrer Situation zu gewinnen.
Im Anschluss wird eine gynäkologische Untersuchung durchgeführt, die in der Regel durch eine Ultraschalluntersuchung ergänzt wird. Dabei werden Gebärmutter und Eierstöcke hinsichtlich Struktur und Funktion beurteilt, im Hinblick auf mögliche Auffälligkeiten wie Zysten, Myome oder Hinweise auf Endometriose.
Auf Grundlage der erhobenen Befunde wird ein individueller diagnostischer Plan erstellt. Dieser kann weiterführende Untersuchungen umfassen, etwa gezielte Hormonanalysen zu bestimmten Zeitpunkten im Zyklus, die Abklärung der Schilddrüsenfunktion, Untersuchungen des Stoffwechsels, immunologische oder gerinnungsrelevante Diagnostik sowie bei Bedarf zusätzliche bildgebende Verfahren. Bei Bedarf werden auch Untersuchungen beim Partner berücksichtigt, um mögliche männliche Faktoren mit einzubeziehen.
Vor dem Termin erhalten Sie per E-Mail ausführliche Aufnahmeformulare, die Sie bitte vollständig ausfüllen und zum Termin mitbringen. Diese ermöglichen eine gezielte Vorbereitung des Gesprächs.
Den Termin können Sie selbstständig über das Online-Patientenportal buchen und einen Zeitpunkt wählen, der gut in Ihren Alltag passt.
Die weibliche Fruchtbarkeit ist zyklisch und wird durch ein fein abgestimmtes Zusammenspiel von Hormonen gesteuert. In jedem Zyklus gibt es nur ein kurzes Zeitfenster, in dem eine Schwangerschaft entstehen kann – die Tage rund um den Eisprung.
Der Körper sendet dabei natürliche Signale aus, die Hinweise auf diese fruchtbare Phase geben, wie Veränderungen des Zervixschleims, die Zykluslänge und das Menstruationsmuster. Diese Zeichen spiegeln die hormonelle Balance und den Verlauf des Zyklus wider.
Mit Hilfe der FertilityCare-Beobachtung werden diese Signale täglich und systematisch dokumentiert. Während eine Ultraschalluntersuchung oder eine Hormonbestimmung immer nur eine Momentaufnahme darstellt – gewissermaßen ein „Foto“ – liefert die Zyklusbeobachtung ein kontinuierliches Gesamtbild, also eine Art „Film“ über den gesamten Zyklus hinweg. So wird sichtbar, was sich fortlaufend in den Eierstöcken und der Gebärmutter abspielt.
Dadurch können Auffälligkeiten wie eine gestörte Ovulation oder hormonelle Ungleichgewichte oft früher und präziser erkannt werden. Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage für eine gezielte weiterführende Diagnostik und individuell abgestimmte Behandlung – mit dem Ziel, den Zyklus zu stabilisieren und die Chancen auf eine natürliche Schwangerschaft zu verbessern.
Im Rahmen der restaurativen Fertilitätsmedizin liegt der Fokus nicht darauf, Probleme zu umgehen, sondern die zugrunde liegenden Ursachen zu verstehen und gezielt zu behandeln. Anstatt nur Symptome zu adressieren, wird analysiert, was der Körper benötigt, um wieder in ein hormonelles Gleichgewicht zu kommen.
Die Fruchtbarkeit wird dabei umfassend betrachtet. Hormonelle Dysbalancen, eine unregelmäßige oder ausbleibende Ovulation, Erkrankungen wie Endometriose oder das Polyzystisches Ovarialsyndrom sowie mögliche männliche Faktoren werden im Zusammenhang beurteilt. Auch Lebensstil, Ernährung und Stress spielen eine wichtige Rolle für das hormonelle Gleichgewicht. Darüber hinaus können weniger offensichtliche Faktoren wie Entzündungsprozesse oder Stoffwechselstörungen Einfluss haben. Durch diese ganzheitliche Betrachtung entsteht ein differenziertes Bild der individuellen Fruchtbarkeitssituation.
Wenn sich zeigt, dass der Eisprung nicht regelmäßig oder nicht spontan stattfindet, kann die Ovulationsinduktion eine gezielte und vergleichsweise niedrigschwellige Therapieoption darstellen. Dabei wird die Ovulation mithilfe von Medikamenten stimuliert oder reguliert – stets abgestimmt auf die individuelle Zyklusdynamik und hormonelle Situation. Ziel ist es, die Follikelreifung zu unterstützen, die hormonelle Balance zu verbessern und den Zeitpunkt des Eisprungs präzise zu steuern, sodass die fruchtbare Phase optimal genutzt werden kann.
Die Behandlung erfolgt eingebettet in ein strukturiertes diagnostisches Konzept, bei dem der Zyklus im Mittelpunkt steht. Durch systematische Zyklusbeobachtung und ergänzende Untersuchungen werden hormonelle Muster, der Zeitpunkt der Ovulation und mögliche Störungen genau erfasst. Auf dieser Grundlage wird die Therapie individuell geplant und kontinuierlich angepasst.
Zum Einsatz kommen je nach Ursache und Befund unterschiedliche medikamentöse Optionen. Häufig wird Letrozol eingesetzt, insbesondere bei Frauen mit PCOS, um über eine Senkung des Östrogenspiegels die FSH-Ausschüttung und damit die Follikelreifung zu fördern. Alternativ kann Clomifencitrat verwendet werden, das über den Hypothalamus die Produktion von FSH und LH stimuliert. Wenn orale Therapien nicht ausreichen, können Gonadotropine als Injektionen eingesetzt werden, die direkt auf die Eierstöcke wirken und eine intensivere Stimulation ermöglichen. Bei bestehender Insulinresistenz, insbesondere im Rahmen eines PCOS, kann zusätzlich Metformin eingesetzt werden, um die metabolische und hormonelle Situation zu verbessern.
Ergänzend kann der Eisprung gezielt durch die Gabe von hCG ausgelöst werden. In der zweiten Zyklushälfte wird bei Bedarf eine Lutealphasenunterstützung durchgeführt, beispielsweise durch Progesteron und gegebenenfalls Östrogen oder hCG, um die Funktion des Gelbkörpers zu stabilisieren und optimale Bedingungen für die Einnistung zu schaffen.
Ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung bei FertilityCare ist die Kombination aus medizinischer Therapie und detaillierter Zyklusbeobachtung. Durch die tägliche Erfassung von Körpersignalen wie der Qualität des Zervixschleims, der Zykluslänge oder ergänzenden Parametern entsteht ein kontinuierliches Bild der hormonellen Abläufe. Dadurch können die fruchtbaren Tage präzise bestimmt, die Wirkung der Therapie überwacht und mögliche Abweichungen frühzeitig erkannt werden.
Diese enge Abstimmung zwischen Beobachtung und Behandlung ermöglicht eine individualisierte, physiologisch orientierte Therapie. Ziel ist es, eine regelmäßige und qualitativ gute Ovulation zu erreichen, die hormonelle Regulation zu stabilisieren und so die Voraussetzungen für eine natürliche Schwangerschaft nachhaltig zu verbessern.
Im Rahmen der Fertilitätstherapie steht ein gesunder und gut funktionierender Zyklus im Mittelpunkt. Unterstützend zu den medizinischen Behandlungen wird bei FertilityCare großer Wert auf Lebensstilfaktoren gelegt, da diese einen wesentlichen Einfluss auf die hormonelle Balance und die Fruchtbarkeit haben. Es zeigt sich zunehmend, dass Aspekte wie Ernährung, Bewegung und Entspannung einen wesentlichen Einfluss auf die Fruchtbarkeit und die Wiederherstellung eines regelmäßigen Eisprungs haben.
Ein gesundes Körpergewicht ist dabei von zentraler Bedeutung. Sowohl Untergewicht als auch Übergewicht können das hormonelle Gleichgewicht stören und die Wahrscheinlichkeit eines Eisprungs verringern. In bestimmten Fällen kann es daher sinnvoll sein, das Gewicht gezielt und verantwortungsvoll anzupassen – sei es durch Gewichtsreduktion oder eine moderate Gewichtszunahme. Dies erfolgt stets individuell abgestimmt und unter fachlicher Begleitung.
Darüber hinaus werden Faktoren wie Stress, Schlaf, körperliche Aktivität, Ernährung, Rauchen und Alkoholkonsum berücksichtigt. Diese Lebensstilfaktoren können die hormonelle Regulation und damit den Zyklus und die Ovulation maßgeblich beeinflussen. Gemeinsam wird analysiert, welche Aspekte in Ihrer persönlichen Situation relevant sind und wo gezielte Verbesserungen möglich sind. Wir unterstützen Sie dabei mit gezielten Maßnahmen, fundierten Informationen und individueller Beratung zu Lebensstil und Ernährung, um Ihre Fruchtbarkeit bestmöglich zu fördern.
Die Behandlung wird individuell auf Ihre Situation abgestimmt und verbindet medizinische Therapie mit persönlicher Begleitung. So entsteht ein ganzheitlicher Ansatz, der darauf abzielt, die hormonelle Balance zu stabilisieren und die Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft zu verbessern.
Zunächst ist wichtig zu wissen: Ein auffälliges Spermiogramm bedeutet nicht automatisch, dass keine Schwangerschaft möglich ist. In der restaurativen Fertilitätsmedizin gibt es zahlreiche wissenschaftlich fundierte Therapieansätze, um die männliche Fruchtbarkeit gezielt zu verbessern. Dazu gehören unter anderem Lebensstiloptimierung, hormonelle Therapien, ggf. antibiotische Behandlungen bei Infektionen sowie der gezielte Einsatz von Mikronährstoffen.
Obwohl Fruchtbarkeitsprobleme häufig zunächst bei der Frau vermutet werden, liegt in etwa 30–50 % der Fälle ein männlicher Faktor vor. Darum betonen die Empfehlungen der Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe die Bedeutung einer gleichzeitigen Abklärung beider Partner.
Die Diagnostik beim Mann beginnt mit einer ausführlichen Anamnese, bei der die medizinische Vorgeschichte, durchgemachte Erkrankungen, Medikamenteneinnahme sowie Lebensstilfaktoren erfasst werden. Aspekte wie Rauchen, Alkoholkonsum, Ernährung und Stress werden systematisch berücksichtigt, da sie die Spermienqualität beeinflussen können. Auch die sexuelle Gesundheit und das Timing des Geschlechtsverkehrs werden besprochen.
Die erste zentrale Untersuchung ist das Spermiogramm. Dabei wird eine Samenprobe im Labor untersucht und hinsichtlich Menge, Konzentration, Beweglichkeit (Motilität) und Form (Morphologie) der Spermien beurteilt. Diese Untersuchung liefert eine grundlegende Einschätzung der männlichen Fruchtbarkeit. Bei auffälligen Befunden wird das Spermiogramm in der Regel wiederholt, um die Aussagekraft zu erhöhen.
Je nach Ergebnis können weiterführende spezialisierte Untersuchungen erforderlich sein. Dazu gehören hormonelle Analysen, genetische Untersuchungen, die Abklärung von Entzündungen oder Infektionen, Untersuchungen auf oxidativen Stress sowie bildgebende Verfahren der Hoden, beispielsweise zur Beurteilung struktureller Veränderungen wie einer Varikozele.
Die weiterführende Diagnostik zielt darauf ab, zugrunde liegende Ursachen möglichst genau zu identifizieren. Dies ist entscheidend, da durch eine gezielte Behandlung dieser Ursachen häufig eine deutliche Verbesserung der Spermienqualität und damit der Fruchtbarkeit erreicht werden kann.
Die Therapie der männlichen Subfertilität beginnt häufig mit Lebensstilmaßnahmen. Eine ausgewogene Ernährung, Gewichtsnormalisierung, regelmäßige Bewegung sowie der Verzicht auf Nikotin und eine Reduktion von Alkohol können einen signifikanten positiven Einfluss haben. Bei spezifischen Befunden kann eine gezielte Behandlung erfolgen, beispielsweise eine hormonelle Therapie bei endokrinen Störungen, der Einsatz von Antioxidantien zur Reduktion von oxidativem Stress oder – in ausgewählten Fällen – eine operative Korrektur, etwa bei einer Varikozele.
Durch die gezielte Verbesserung der zugrunde liegenden Faktoren kann in vielen Fällen eine erhebliche Steigerung der Konzeptionschancen erreicht werden.
In der Fertilitycare-Klinik wird daher empfohlen, frühzeitig bei beiden Partnern eine orientierende Abklärung durchzuführen. Abhängig von den Ergebnissen kann die weiterführende Diagnostik in der Klinik erfolgen oder in Zusammenarbeit mit urologisch-andrologischen Kollegen erfolgen.